Allied Vision releast FPGA-IP-Core mit GigE Vision 3.0, das Datenraten jenseits von 10 Gbit/s ermöglicht
Die Veröffentlichung fällt mit der offiziellen Freigabe des GigE‑Vision‑3.0-Standards zusammen.
Allied Vision, ein weltweit führender Anbieter von Machine-Vision-Kameras und Bildverarbeitungslösungen, hat heute die Verfügbarkeit seines neuesten FPGA-IP-Cores bekannt gegeben – als erste Lösung, die den neu ratifizierten GigE‑Vision‑3.0-Standard vollständig implementiert. Nach jahrelanger intensiver Vorarbeit im GigE‑Vision Technical Committee und zeitgleich mit der offiziellen Veröffentlichung der GigE‑Vision‑3.0-Spezifikation stellt dieser Produktstart einen bedeutenden Meilenstein für die Branche dar. Der neue GigE‑Vision‑3.0 Device IP Core bringt GigE Vision innerhalb des Industriestandards auf höhere Geschwindigkeiten, ermöglicht Datenübertragungsraten oberhalb der bisherigen Grenze von rund 10 Gbit/s und reduziert gleichzeitig Systemkomplexität sowie CPU-Overhead deutlich.
Die Veröffentlichung adressiert die wachsende Nachfrage nach höherer Bandbreite und Effizienz in Machine-Vision-Anwendungen. Durch die Nutzung des GigE‑Vision Remote Streaming Protocol, das auf dem in der Industrie bewährten Standard RoCEv2 (RDMA over Converged Ethernet v2) basiert, ermöglicht die Lösung von Allied Vision eine nahtlose Datenübertragung mit 10 und 25 Gbit/s. Die skalierbare Architektur ist darüber hinaus darauf ausgelegt, künftig auch 100‑ und 200‑Gbit/s-Netze zu unterstützen. Damit können Machine-Vision-Systeme mit Hochgeschwindigkeitskameras und komplexen Anforderungen an die Datenverarbeitung Schritt halten, ohne durch Schnittstellenlimits ausgebremst zu werden.
Geschwindigkeitsgrenzen überwinden und CPU-Last reduzieren
Der neue IP-Core nutzt das GigE‑Vision Remote Streaming Protocol, um die Performance-Grenzen früherer Generationen zu überwinden. Durch den Einsatz von RoCEv2 sind Datenraten deutlich über dem bisherigen 10‑Gbit/s-Limit möglich. Aktuell unterstützt der IP-Core 10‑ und 25‑Gbit/s-Schnittstellen und bietet damit sofort spürbare Leistungsgewinne für anspruchsvolle Anwendungen.
Ein entscheidender Vorteil dieser Architektur ist die Nutzung von Remote-DMA-Funktionen (Direct Memory Access). Dadurch wird die CPU-Last auf Empfängerseite drastisch reduziert, weil datenintensive Aufgaben vom Prozessor auf die Netzwerkschnittstelle verlagert werden. Systementwickler können wertvolle CPU-Ressourcen stärker für die Kernapplikation einsetzen – das Ergebnis sind effizientere und leistungsfähigere Vision-Systeme. Zudem verkürzt dieses Konzept die Time-to-Market, da Kunden robuste Werkzeuge und Dokumentation erhalten, die die Integration des GigE‑Vision-Protokolls vereinfachen.
„Der GigE‑Vision‑3.0-Standard ist ein transformativer Schritt für die industrielle Bildverarbeitung, und wir sind stolz darauf, diese Entwicklung an vorderster Front mitzugestalten“, sagt Matthias Schaffland, Product Manager IP Cores bei Allied Vision. „Unser neuer FPGA-IP-Core durchbricht nicht nur die 10‑Gbit/s-Grenze, sondern adressiert auch praxisrelevante Herausforderungen von Entwicklern, indem er den CPU-Overhead reduziert und die Integration vereinfacht. Durch unsere tiefe Einbindung in den Standardisierungsprozess und unsere umfassende Erfahrung in der Zusammenarbeit mit hunderten Kunden sind wir überzeugt, dass diese Lösung unsere Partner dabei unterstützen wird, schnellere, effizientere und skalierbare Vision-Systeme zu entwickeln.“
Von Imaging-Technologie zu Lösungen – entwickelt, um Ihr Vertrauen zu verdienen.
Das breite Produktportfolio von Allied Vision ist darauf ausgelegt, die unterschiedlichen Anforderungen von Fachleuten in Branchen wie Automatisierung, Robotik, Elektronikinspektion und weiteren Bereichen zu erfüllen.
„Unser Ziel ist es, passgenaue, integrierte Lösungen bereitzustellen, die unseren Kunden die beste Technologie für ihre jeweiligen Anwendungen erschließen“, sagt Robert Franz. „Ob einzelne Komponenten oder ein komplettes System: Allied Vision ist der verlässliche Partner, um Herausforderungen mit innovativen und zuverlässigen Bildgebungstechnologien zu lösen.“