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VISION 2014: Allied Vision zeigt Thunderbolt Kamerastudie

Allied Vision präsentiert auf der VISION 2014 den Prototyp einer Kamera mit Thunderbolt Interface. Die neue Schnittstelle verspricht schnelle Bildübertragung für Multikamerasysteme.

Allied Vision überraschte auf der diesjährigen VISION mit der Konzeptstudie einer Thunderbolt-Kamera. Der Kamerahersteller sieht Potential im neuen Interface, insbesondere für Multikamerasysteme.

R&D-Studie prüft mehr als nur technische Herausforderungen
„Als führender Kamerahersteller prüfen wir alle neuen Technologien und untersuchen, welche wir in unseren zukünftigen Produkten einsetzen wollen. Dabei geht es nicht nur darum, die technische Machbarkeit zu validieren, sondern auch eine potentielle Produktdefinition mit Fakten zu belegen: Für welche Anwendungsgebiete eignet sich dieses Interface am besten? Welche Sensorik würde gut dazu passen? Welche Funktionen? etc.“, erklärt Dr. Malte Kurfiß, Director Product & Marketing des Unternehmens: Die Präsentation der Studie auf der Messe bietet Allied Visions Ingenieuren eine einmalige Gelegenheit, das Fachpublikum mit Ideen zu konfrontieren und darüber auszutauschen.

Heißer Kandidat Thunderbolt
Ob und wann Serienkameras mit Thunderbolt Interface von Allied Vision angeboten werden, dazu will sich Kurfiß noch nicht äußern. Dennoch sieht er Potential in der neuen Schnittstelle. „Vielversprechend ist natürlich die hohe Bandbreite. Mit Thunderbolt 2 sind bis zu 20Gb/s möglich. Das ist 20-mal die Bandbreite von GigE und 4-mal so viel wie USB 3.0. Damit könnten hohe Bildraten bei gleichzeitig hohen Auflösungen erzielt werden“.

Ein weiterer Vorteil von Thunderbolt ist die Möglichkeit, bis zu sechs Kameras nach dem Daisy Chain Prinzip miteinander zu vernetzen. Dabei werden die Kameras als Kette miteinander, und nur an einem Ende mit dem Host verbunden. „Damit wäre Thunderbolt für leistungsstarke Multikamerasysteme prädestiniert“, so Malte Kurfiß weiter.

Thunderbolt wurde von Apple und Intel gemeinsam entwickelt. Das neue Interface wird immer mehr in Hardware der IT- und Unterhaltungselektronik eingebaut, sodass die Verfügbarkeit von Standardkomponenten zu vernünftigen Preisen gewährleistet ist – ein wichtiges Kriterium für die industrielle Bildverarbeitung.

„Wir sind gespannt auf die Reaktionen des Publikums auf der VISION. Dieses Feedback wird maßgeblich die Entscheidung beeinflussen, ob und wann wir welche Kameras mit Thunderbolt in der Zukunft entwickeln“, verspricht Kurfiß.