AVT Kameras prüfen Airbag-Gaspatronen

Hersteller von Hochdruck-Gaspatronen setzt auf AVT Guppy Kameras für hundertprozentige Qualitätsprüfung.

Airbags sind von modernen Autos nicht mehr wegzudenken. Ob Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags oder Fensterairbags – die aufblasbaren Luftkissen entfalten sich innerhalb weniger Millisekunden, um unser Leben im Ernstfall zu schützen. Die Airbags werden mit Druckgas aufgeblasen – meist Dickstickstoffmonoxid (N2O), der in einer Metallpatrone im Airbagsystem gespeichert wird. Die Zuverlässigkeit dieser Gaspatronen ist also entscheidend für die korrekte Entfaltung des Airbags und somit für die Insassensicherheit.
   
MOS Industrial ist ein taiwanesisches Unternehemen spezialisiert in Druckgaspatronen und der zweitgrößte Hersteller solcher weltweit. Die Anwendungsgebiete reichen von der heimischen Sahnesprühdose über Reifenreparatursets bis hin zu Druckluft-Reinigungsgeräten und Airbag-Auslöser.

Lückenlose Prüfung für lückenlose Sicherheit
Da Funktionsfehler tötliche Folgen für Autofahrer weltweit haben können, unterliegen Airbagsysteme sehr strengen Qualitätsstandards. Die Qualität der Gaspatronen wird zu hundert Prozent geprüft. Es wird nach Fehlern an dem Verschluss und seinem Ventil gesucht, denn bei Gasverlust würde der Airbag mangels ausreichenden Drucks sich nicht korrekt aufblasen.

Um die Qualität und Zuverlässigkeit seiner Druckgaspatronen zu garantieren entschied sich MOS für eine hundertprozentige Inspektion der Zylinderverschlüsse mit Hilfe von digitaler Bildverarbeitung. Das Prüfsystem kontrolliert automatisch jede einzelne Patrone nach fünf Kriterien: Risse, verkehrt positioniertes Ventil, Beulen, Rost, und Dellen.

Zwei parallele Anlagen prüfen die Metallzylinder nach der Befüllung und vor der Auslieferung. Über ein Förderband werden die Patronen in ein Zahnrad geladen, das sie nacheinander vor das Kameraobjektiv positioniert. Die Gaspatronen werden nach dem Zufallsprinzip geladen, können also mit der Öffnung nach links oder nach rechts liegen. Deshalb ist auf beiden Seiten eine Kamera montiert. Sensoren ermitteln die Orientierung der Patrone, um die richtige Kamera auszulösen.

Die verwendeten Kameras sind Guppy F-033B Monochrom-Kameras von Allied Vision Technologies. Die Guppy ist eine sehr kleine und preiswerte Industriekamera mit IEEE1394a Interface. Das Guppy F-033B Modell ist mit einem Sony CCD-Sensor (ICX424) mit VGA-Auflösung ausgestattet (0,3 Megapixel). An allen vier Kameras ist ein 25mm Objektiv von Fujinon montiert. Hinzu kommt jeweils eine Blitzanlage von Advanced Illumination.

Die Bilder werden über den FireWire-Bus an den Systemcomputer übertragen, in dem sie mit Open eVision analysiert werden. Die Bildverarbeitungssoftware wird von Euresys bereitgestellt, einem AVT Certified Vision Software Partner. Fehlerhafte Produkte werden automatisch aussortiert.

AVT Guppy prüft 13 Patronen pro Sekunde
Dank ihrer besonders geringen Maße war die AVT Guppy bestens geeignet für diese Anwendung, bei der an jeder Prüfstelle zwei Kameras mit Blitz installiert sind. Mit 58 fps (frames per second) bei voller Auflösung kann die Guppy F-033 ohne Problem den Takt von 13 geprüften Teilen pro Sekunde mithalten und könnte schnellere Geschwindigkeiten unterstützen. Schließlich spielt in dieser kostenempfindlichen Anwendung der attraktive Preis der Guppy eine Rolle in der Kamerawahl.

MOS kann sich aber auf einem erstklassigen Service durch Allied Vision Technologies’ Partner in Taiwan, G4 Technology verlassen. Bei Bedarf steht darüber hinaus die Asia-Pacific-Niederlassung von AVT in Singapur für zusätzliche Hilfe zur Verfügung.

Dank seiner hundertprozentigen Prüfung mit AVT-Kameras leistet MOS Industrial einen wichtigen Beitrag zu automobilen Sicherheitssysteme, die täglich Leben retten.